Ende September, genauer am Wochenende vom 26.-28.09., haben sich 17 von uns in einem Hotel am Walchensee ca. 80 km südlich von München getroffen, im tiefen Oberbayern (jemand nannte es gar „Überbayern“).
Unser Hotel war einfach, aber urig, gemütlich, sehr günstig und mit einer Kompressoranlage ausgestattet. Einige von uns waren in Zimmern mit Stockbetten untergebracht, da kam sogleich Klassenfahrts-feeling auf.






Die üblichen Verdächtigen mussten noch am selben Abend ins Wasser, während andere sich mit der Umgebung vertraut machten und pläneschmiedenderweise gemütlich in der Hotelwirtschaft zu Abend aßen.
Am nächsten Morgen wurde einigermaßen zeitig gefrühstückt, denn Tauchtage sind immer kurz; die meisten von uns gingen an den bekannt-berühmten Tauchplatz „Galerie“ mit seinen tollen Steilwänden bis in große Tiefe, der guten Sicht und den Autowracks (daß es von diesen im Walchensee mehr gäbe als Fische, dies stimmt so nun auch wieder nicht!). Parken war kein Problem, zumindest solange nicht, bis wir kamen. Lediglich der Einstieg war nicht so ganz barrierefrei, und für einen Moment lang ertönte ein lautes Zischen, welches aber den sagenumwobenen Walchensee-Riesenwaller – Gottseidank! – nicht aus der Reserve locken konnte.
In der zweiten Tageshälfte dieses Samstags wurden gruppenweise andere Tauchplätze aufgesucht, je nach Vorliebe entweder flachere Bereiche mit mehr Leben und Fisch (sic!), oder aber wieder tiefere Plätze für diejenigen, die gern Druck kriegen.
Auch abends gab es Helden, die immer noch nicht genug hatten und am Platz direkt vor dem Hotel einen Nachttauchgang unternahmen, während der Rest sich zum Essen traf, um anschließend die tanzenden UW-Lampen im See zu bewundern. Es wurde etwas später an diesem Abend; da der Wirt seinen Ausschank gegen 21:00 schloss, hatte man tagsüber einkaufend bereits gründlich vorgesorgt und zunächst auf der Hotelterrasse weitergetagt. Nachdem seitens anderer Gäste eine (aber ganz milde!) Beschwerde einlief, haben wir uns auf eine Plattform direkt am Seeufer verlegt – noch schöner!
Nichtsdestotrotz und eisern, wie wir nun mal eben sind, haben wir uns am Sonntag wiederum um acht Uhr zum Frühstück getroffen, damit auch dieser Tag gut genutzt werden konnte. Ausgecheckt und mit gepackten Autos wurden Tauchplätze wie „Hackl“ und „Urfeld“ angefahren und ein- oder gar zwei Tauchgänge unternommen. Eine Dreiergruppe lieh sich beim Bootsverleih in Urfeld, dessen Inhaber derartigen Missbrauch seines Geräts durchaus gewohnt ist, ein Tretboot aus, um die durch Boje markierte, ca. 25 Minuten ‚Tretzeit‘ entfernte Desselwand zu betauchen, eine mächtige, sehr tiefe Steilwand mitten im See.
Am Nachmittag wurde dann heimwärts aufgebrochen, noch ein kräftiger Stau bei Merklingen genossen; abends waren alle wieder leicht müde, aber glücklich und gesund zu Hause.
Das war ein tolles, eindrucksvolles Wochenende in einer wunderschönen Umgebung, selbst das Wetter war besser als vorhergesagt. Und sicher ist: hätte man einen Walchensee direkt vor den Toren Stuttgarts, keiner von uns würde sich beschweren.
– Test: Markus Hesse –
















